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Fünf Tipps, die Sie in Vorbereitung auf ein ERP Projekt beachten sollten

Bild erfolgreiches ERP-Projekt
Produktivität

Eine ERP-Einführung will gut vorbereitet sein! Unsere fünf Tipps zeigen, worauf Sie achten sollten, um Ihr ERP-System erfolgreich und reibungslos einzuführen.

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Die Einführung eines neuen ERP-Systems hat immer das Ziel, zukünftig besser, schneller und effizienter zu arbeiten – dahinter stehen also immer hohe Erwartungen. Dabei ist jedoch nicht zu vergessen, dass ein solcher Wechsel immer auch ein tiefgreifender Einschnitt in bisherige Arbeitsprozesse ist. Nachfolgend haben wir Ihnen ein paar kleine Tipps zusammengestellt, über die es sich aus unserer Sicht und Erfahrung lohnt, im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen.

Alles Wissenswerte zur Vorbereitung auf ein ERP-Projekt auf einen Blick


  • Ein ERP-Wechsel ist nicht nur ein technischer Vorgang, sondern auch ein Einschnitt in bestehende Arbeitsprozesse.
  • Definieren Sie die strategischen  Ziele (Transparenz, Entlastung), bevor Sie die Technik betrachten.
  • Der Erfolg hängt davon ab, Mitarbeiter frühzeitig mitzunehmen und Bedenken ernst zu nehmen.
  • Ein starkes Projektteam sollte ein Querschnitt des Unternehmens bilden und auch kritische Stimmen beinhalten.
  • Qualität geht vor Geschwindigkeit. Geben Sie Ihrem Team neben dem Tagesgeschäft genügend Ressourcen.
  • Eine ERP-Einführung ist ein dynamischer Prozess, der Flexibilität und gelegentliches Nachsteuern erfordert.

Was sind Ihre strategischen Ziele hinter den technischen Zielen?

Strategie first! Häufig sind die Hauptgründe bei der Entscheidung für ein neues System technischer Natur – also beispielsweise fehlende Schnittstellen, fehlende Auswertungsmöglichkeiten usw. usf. Das strategische Ziel kommt jedoch häufig zu kurz. Lehnen Sie sich einmal zurück und überdenken Sie die Ziele, die sie eigentlich erreichen wollen.   Wie soll Ihnen das System helfen, Ihr Unternehmen strategisch aufzustellen? Wie kann das System Sie und natürlich auch Ihre Mitarbeiter bei Ihren täglichen Aufgaben entlasten, so dass Sie sich vorrangig auf die Entwicklung des Unternehmens konzentrieren können? Wird das neue System für Sie zu einer verbesserten Transparenz Ihrer Prozesse führen? Werden Sie den Zustand Ihres Unternehmens in Bezug auf Kunden, Finanzen, Controlling, Warenbestände oder Ihre Produktion besser steuern können? Definieren Sie also für sich und für Ihr Unternehmen diese eigentlichen Ziele.

Wie nehmen Sie alle Mitarbeiter erfolgreich mit?

Die Einführung eines neuen ERP-Systems ist ein tiefgreifender Einschnitt in bisherige Arbeitsprozesse. Mitarbeiter haben sich an Prozesse gewöhnt, die nun vielleicht ganz anders zu handhaben sind. Das kann Befürchtungen befeuern. Erfahrungsgemäß gibt es immer viele Mitarbeiter, die neuer Software skeptisch gegenüber stehen und einen erhöhten Arbeitsaufwand fürchten. Diese Bedenken dürfen Sie nicht wegwischen oder vernachlässigen. Eine erfolgreiche ERP-Einführung wird nicht von der Geschäftsleitung „diktiert“, sondern sollte von vielen Mitarbeitern mitgetragen werden. Nehmen Sie sich also die Zeit, die Ziele zu kommunizieren. Erläutern Sie, welche Vorteile Sie zukünftig erwarten, aber kommunizieren Sie genauso, dass alteingesessene Arbeitsweisen sich auch ändern werden. Stellen Sie die Verbesserungen in den Vordergrund und schaffen Sie so eine gewisse „Vorfreude“.

Wie stellen Sie ein schlagkräftiges Projektteam zusammen?

ERP-Einführung ist Teamwork! Genau so wie in einer komplexen Software alle Informationen aus allen Abteilungen zusammenfließen, sollte ein schlagkräftiges Team zusammengestellt werden, dass den Querschnitt Ihres Unternehmens repräsentiert. Aber Achtung! Ein geeigneter Key-User muss nicht zwingend der Abteilungsleiter eines Bereiches sein. Ein Mitarbeiter aus dem Tagesgeschäft ist so manches Mal auch eine gute Besetzung, da er die Aufgaben im Detail häufig besser kennt und sowohl Herausforderungen wie auch Potentiale einer neuen Software schneller antizipiert. Ein Tipp noch: Seien Sie mutig! Nehmen Sie ruhig auch Mitarbeiter in Ihr Team auf, die eine Schlüsselrolle darstellen, einer neuen Software aber skeptisch gegenüber stehen. So erkennen Sie schnell die „Knackpunkte“ und können frühzeitig reagieren.

Warum ist die ERP-Einführung als dynamischer Prozess zu verstehen?

Lassen Sie sich nicht irritieren. Dinge ändern sich manchmal. Viele Aspekte, die im Vorfeld einer Einführung definiert werden, werden während des eigentlichen Projektes noch einmal einer kritischen Prüfung unterzogen. Das betrifft gerade mögliche Workflows, notwendige Auswertungen, Fragen zu Formularen, Schnittstellen zu Drittanwendungen usw. usf. Eine ERP-Einführung gleicht dabei immer einem dynamischen Prozess, bei dem das Nachsteuern zum Kurs halten dazu gehört. Hauptsache, Sie behalten Ihr Ziel im Auge!

Warum ist ein realistischer Zeitplan entscheidend für die Qualität?

Immer wieder kommt es zu Situationen, bei denen die ERP-Einführung „von oben“ viel zu ambitioniert geplant wird. Seien Sie sich darüber bewusst, dass notwendige Planungen und Vorbereitungen für Datenmigration usw. neben dem Tagesgeschäft erfolgen müssen. Geben Sie daher dem entsprechenden Team genügen Zeit und Ressourcen, dass Planung und Vorbereitung ordentlich durchgeführt werden können. Qualität ist wichtiger als Geschwindigkeit – schließlich legen Sie in der Einführungsphase den Grundstein für Ihr wichtigstes Werkzeug für die nächsten Jahre. Finden Sie also das gesunde Mittelmaß zwischen einem ambitionierten Zeitplan und genügend Freiraum, die Einführung erfolgreich durchzuführen.

FAQ

Indem man akzeptiert, dass Vorbereitungen wie die Datenmigration neben dem Tagesgeschäft laufen und dafür genügend zeitliche Freiräume und Ressourcen einplant.

Die größte Hürde ist oft nicht die Software selbst, sondern der Faktor Mensch. Da ein ERP-Wechsel eingespielte Routinen verändert, ist das Change Management (Begleitung der Mitarbeiter durch den Veränderungsprozess) der kritische Erfolgsfaktor.

Indem man Bedenken nicht vernachlässigt, sondern Ziele offen kommuniziert und  künftige Verbesserungen sowie die Entlastung in den Vordergrund stellt.

Fazit

Sie sehen also: eine ERP-Einführung ist zwar immer eine Herausforderung für Mitarbeiter und Unternehmen, lässt sich aber bei entsprechender, konzentrierter Vorbereitung effizient, erfolgreich und stressfrei gestalten. Das Ergebnis lohnt sich dann meist: schnelleres, effektiveres Arbeiten, Entlastung der Mitarbeiter, transparente Prozesse und eine bessere Planung und Analyse sorgen dann für das gute Gefühl: Unsere ERP-Einführung war ein Erfolg!

Jens Demut

Jens Demut

Geschäftsführer SIGMA Software und Consulting GmbH

Jens Demut, Diplom-Wirtschaftsinformatiker (Dipl.Wirt.Inf.), verfügt über 19 Jahre Berufserfahrung im SAP Business One Bereich. Seit 2007 bei SIGMA Software & Consulting tätig, begann er als SAP Business One Consultant und übernahm später die Rolle des Geschäftsführers.

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